Böllern
SG1825      Mühlhausen
Böllerschützen ließen es über Zeil krachen Zeil   -   Am   lautesten   ist   das   neue   Jahr   wohl   in   Zeil   eingeläutet   worden. Böllerschützen   schos­sen   am   Nachmittag   des   Neu­jahrstages   mehrere   Salven aus    Kanonen    und    Handfeuerwaffen    ab.    Dazu    hatten    sie    sich    auf    dem Kapellenberg    vor    dem    Zeiler    Käppele    postiert.    Über    das    Maintal    hinweg dröhnten die Schüsse der Böllerschützen. Aus    dem    Schützengau    Schweinfurt    und    darüber    hinaus    waren    sie    am Samstag     nach     Zeil     gekommen.     Sechs     Kanonen     stellten     sie     vor     der Bergkapelle   auf.   Dahinter   standen   die   Schüt­zen   mit   den   Handfeuerwaffen. Sie   bedienten   Handböller,   die   wie   „dicke"   Pistolen   aussehen,   oder   Schaftböller, die    Gewehren    gleichen.    Gut    beraten    war,    wer    sich    einen    Gehörschutz mitge­bracht   hatte,   denn   die   Böller   verursachten   einen   ohrenbetäu­benden Lärm. Gefährlich    ist    das    Böllerschie­ßen    jedoch    nicht,    verriet    unserer    Zeitung Bernhard   Hofmann   aus   dem   mittelfränkischen   Wachen­roth.   Das   Mitglied der    Steiger­wald-Schützen    aus    Schönbrunn    lud    eine    Salut-Kanone    und feu­erte   sie   ab.   Sie   war   die   kleinste   der   sechs   Kanonen,   und   sie   gilt   als besonders   sicher,   weil   sie   von   hinten   geladen   wird.   Die   ande­ren   Kanonen waren    Vorderlader,    bei    denen    die    Bedienungsmann­schaften    besondere Vorsicht   walten   lassen   müssen.   Aber   „wenn   man   die   Sicherheitsricht­linien beachtet",    weiß    Bernhard    Hofmann,    könne    nichts    passie­ren,    Auf    die Einhaltung    der    Si­cherheitsbestimmungen    pocht    Udo    Naß.    Er    gehört    dem Schüt­zenverein    Zeil    an,    der    die    Veran­staltung    organisierte,    und    ist    der Referent für Böllerschützen im Schützengau Schweinfurt. Uralter Brauch Mit   den   Böllerschüssen   wollen   die   Schützen,   wie   Udo   Naß   un­serer   Zeitung schilderte,    das    neue    Jahr    begrüßen.    Und:    „Wir    wollen    die    bösen    Geister vertrei­ben."   Das   Böllerschießen   vom   Samstag   geht   auf   einen   uralten   Brauch zurück,   den   der   1499   ge­griindete   Schützenverein   Zeil   einst,   gepflegt   hatte. Wann    das    war,    „weiß    man    nicht    so    genau",    erzählte    Udo    Naß.    Am Neu­jahrstag wurde die Tradition in Zeil jedenfalls wieder lebendig. Redaktion: Klaus Schmitt
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Schütze Bernhard Hofmann zündet zwei Böller synchron
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